Marcus Held

SPD

Genossen zuerst

Der Oppenheimer Bürgermeister und Bundestagsabgeordnete Marcus Held (SPD) erklärte nach einer Reihe von Vorwürfen am 28. Februar 2018, er lege sein Amt als Bürgermeister mit Wirkung im März nieder. Einen Tag zuvor hatte die „Allgemeine Zeitung“ (AZ) über ein lukratives Immobiliengeschäft berichtet. Darin wurde ausgeführt, dass das Evangelische Diakoniewerk „Zoar“ im Mai 2015 in Berlin auf der Messe „Altenheim Expo“ Held signalisiert haben soll, dass man eine entsprechende Immobilie suche. Wenige Monate nach dem Gespräch mit dem Diakoniewerk kaufte Held der AZ zu Folge eine solche Immobilie in Oppenheim zu einem Preis von 367 000 Euro – offenkundig zum Zwecke des Weiterverkaufs an das Diakoniewerk. Der Oppenheimer Stadtrat ließ das Gewerbegebiet, auf dem sich die Immobilie befindet, flugs in ein Mischgebiet umdeklarieren. Außerdem soll sich Held ein Wertgutachten für diese Immobilie beschafft (der Wert wurde auf 1,39 Millionen Euro taxiert) und sich mit dem Diakonieverband auf einen Kaufpreis von 747 500 Euro geeinigt haben. Dieser Fall ist nur einer unter vielen, Held hat ein Mitnahmesystem in Oppenheim etabliert und politische Macht in finanzielle Vorteile für sich und die Genossen regelrecht umgemünzt. Auf Kosten des Steuerzahlers kamen Held nahestehende Firmen, Käufer und Genossen zum Zuge. Firmen stellten schwer nachvollziehbare horrende Rechnungen aus, Investoren kamen mit mickrigen Preisen unter Marktwert zum Zuge und geschäftstüchtigen Held-Günstlingen wurden städtische Forderungen auf Helds Anweisung erlassen. Derweil füllte sich die Spendenkasse der SPD. Marcus Held sieht seinen Tätigkeitsschwerpunkt laut eigener Aussage in einem Vorstellungsvideo darin, dafür zu sorgen, dass Städte und Gemeinden in Deutschland auch in Zukunft genügend finanzielle Mittel haben, um ihre Aufgaben bewältigen zu können. Dafür, dass auch er selbst genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hat, gab Marcus Held wirklich alles: Neben dem Bundestagsmandat war er auch noch Bürgermeister von Oppenheim, Vorstandsvorsitzender der GWG Oppenheim, Geschäftsführer der HGO mbH und – man glaubt es kaum – Hallenbad-Beauftragter der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, natürlich mit 600 Euro (www.der-oppenheim-skandal.de) monatlich dotiert. Hinzu kommen zahlreiche ehrenamtliche SPD-Parteiämter für den Helden der Arbeit. Das Motto des Roten Filzes im Allgemeinen und von Marcus Held und seiner roten Clique in Oppenheim im Besonderen war stets: Genossen zuerst!